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Ein paar Gedanken zum Fest der Liebe

Fest der Liebe?
Ich saß letztens in der Bahn und hörte dem Telefonat meiner Sitznachbarin zu, die offensichtlich mit ihrem Sohn telefonierte. Dieser wollte anscheinend etwas tun, das seiner Mutter nicht recht war und sie dazu führte, das Telefonat mit dem drohenden Satz “gut, dann gibt es dieses Jahr eben keine Geschenke zu Weihnachten” enden ließ. Mir wurde in dem Moment bewusst, dass für viele junge Menschen Weihnachten damit verbunden ist, sich “richtig” zu benehmen.

Im Kindergarten kam uns jedes Jahr am 6. Dezember der Nikolaus besuchen, und mit ihm Knecht Ruprecht, von dem wir wussten, dass er Kindern, die sich schlecht benommen hatten, eine Lektion erteilen sollte. Er tat uns zwar in Wirklichkeit nichts und alle bekamen auch gleich viele Kekse, egal, wie artig sie gewesen waren. Und doch war ich mir jedes Jahr aufs Neue unsicher, ob er nicht vielleicht seine Strategie verändert hatte.

Weihnachten war für mich glücklicherweise nie mit Ängsten verknüpft, obwohl ich viele Weihnachtslieder hörte, wie zum Beispiel “Santa Claus is coming to town”. Ich füge hier einige Zeilen ein, zu denen Du Dir ein eigenes Bild machen kannst:

“Oh, you better watch out, you better not cry
You better not pout, I’m telling you why…”

“Oh, he sees you when you’re sleeping
He knows when you’re awake
He knows if you’ve been bad or good
So be good for goodness sake”

Ich finde es schade, dass das sogenannte Fest der Liebe nicht in allen Familien ein Fest der bedingungslosen Liebe ist. Für viele Eltern ist es ein Druckmittel um gewisse Verhaltensweisen von ihren Kindern einzufordern. Und wenn sie sich richtig benommen haben, werden sie mit unendlich vielen, unbrauchbaren Dingen zu überhäuft, über die sie sich freuen sollen.

Hast Du schon mal darüber nachgedacht, deinen Liebsten Zeit statt Geld zu schenken?

Wie gehst Du mit jungen Menschen an Weihnachten um?

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